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Geburt eines Kindes. Was gibt es zu tun?

Jedes in der Schweiz geborene Kind muss innerhalb von drei Tagen nach seiner Geburt beim Zivilstandsamt des Geburtsortes angemeldet werden. Im Allgemeinen kümmert sich die Verwaltung des Spitals, in dem das Kind geboren wird, um diese Anmeldung. Auch der Vater kann das Kind anmelden, wenn er eine Bestätigung des Spitals vorweist – dasselbe gilt für die Mutter. Ist der Kindesvater jedoch nicht mit der Mutter verheiratet, kann er das Kind nur anmelden, wenn er es vor der Geburt anerkannt hat oder es zum Zeitpunkt der Anmeldung anerkennt. Die Eltern können auch eine Drittperson zur Geburtsanmeldung bevollmächtigen.

Dem Zivilstandsamt, das für die Registrierung zuständig ist, sind folgende Dokumente vorzulegen: 

  • Familienausweis / Familienbüchlein
  • Wohnsitzbestätigung
  • Identitätskarte
  • Geburtsanmeldung



Aussereheliche Geburt. Was muss man für die Anerkennung des Kindes tun?

Damit das Kindesverhältnis zum Vater entsteht, muss dieser das Kind anerkennen. Hierzu ist eine Vaterschaftsanerkennung vor dem Zivilstandsamt nötig. Diese kann vor oder nach der Geburt erfolgen.

Sobald die Vaterschaft anerkannt ist, können der Vater und sein Kind ihre gegenseitigen Rechte und Pflichten geltend machen (elterliche Sorge, Unterhaltspflicht, Beistandspflicht, Erbrecht usw.).

Wenn Sie als Eltern nicht verheiratet sind und die gemeinsame elterliche Sorge wollen, müssen Sie beim Zivilstandsamt zusammen mit der Kindesanerkennung eine Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge einreichen. Dieses Vorgehen reicht aus, um die gemeinsame elterliche Sorge zu erlangen. Wird diese Erklärung nach der Anerkennung eingereicht, ist sie an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) am Wohnsitz des Kindes zu richten. Die Erklärung muss gemeinsam gemacht werden und bestätigen, dass die Eltern bereit sind, gemeinsam die Verantwortung für das Kind zu übernehmen. Bis zur Einreichung dieser gemeinsamen Erklärung steht die elterliche Sorge allein der Mutter zu.

Sie können dem Kind den Ledignamen seiner Mutter oder seines Vaters geben. Der gewählte Name wird auch für weitere gemeinsame Kinder gelten.

Nachname der Kinder. Welche Möglichkeiten gibt es?

Wenn Sie bei der Heirat beschliessen, jedes seinen Ledignamen zu behalten, müssen Sie entscheiden, welchen Nachnamen Ihre Kinder tragen werden. Alle Kinder derselben Familie müssen den gleichen Nachnamen tragen. Allerdings haben Sie bis ein Jahr nach der Geburt Ihres ersten Kindes Zeit, Ihre Meinung zur Wahl des Nachnamens Ihres Kindes zu ändern. Hierzu müssen Sie beim Zivilstandsamt eine gemeinsame Anfrage machen.

Haben Sie sich für einen gemeinsamen Nachnamen entschieden, werden Ihre Kinder diesen Namen tragen.

Sind Sie nicht verheiratet, erhalten Ihre Kinder den Ledignamen ihrer Mutter. Haben Sie die gemeinsame elterliche Sorge beantragt, können Sie entscheiden, ob die Kinder den Ledignamen ihrer Mutter oder ihres Vaters tragen werden.

Adoption. Wie muss man vorgehen?

Das Verfahren für eine Adoption ist lang und manchmal schwierig. Sie müssen mehrere Etappen durchlaufen und Geduld haben. Sie sollten sehr gut über die Schritte informiert sein, die Sie unternehmen müssen.

Um das Verfahren zu beginnen und die nötigen Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an die Kantonale Dienststelle für die Jugend (siehe Adressen).

Für seine Kinder aufkommen. Bis zu welchem Alter?

Von der Geburt des Kindes an sind Sie als Eltern für seine Erziehung und seinen Schutz verantwortlich. Für sein Kind aufzukommen bedeutet, ihm alles zu geben, was es für seine körperliche, geistige und moralische Entwicklung braucht: Unterhalt, Wohnung, Kleidung, allgemeine Pflege, Gesundheit, Erziehung, Berufsausbildung, Taschengeld usw.

Ob Sie als Eltern verheiratet sind oder nicht, ob Sie nun zusammen wohnen oder nicht – als Eltern stellen Sie gemeinsam den Unterhalt Ihres Kindes sicher.

Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert von der Geburt bis zur Mündigkeit des Kindes. Wenn das Kind bei seiner Mündigkeit jedoch noch keine geeignete Ausbildung hat, müssen die Eltern bis zum regulären Abschluss einer Ausbildung für seinen Unterhalt aufkommen.

Wenn die Eltern nicht verheiratet beziehungsweise getrennt oder geschieden sind, wird der Unterhaltsbeitrag des nicht sorgeberechtigten Elternteils im Allgemeinen in einer Vereinbarung festgelegt. Diese muss von einer Behörde genehmigt werden. Das kann die Kindesschutzbehörde sein, wenn alles gütlich geregelt wird, oder ein/e Richter/in, wenn die Vereinbarung im Rahmen eines Gerichtsverfahrens getroffen wird.

Das Gesetz sieht keine Methode zur Berechnung des Unterhalts vor, der vom nicht sorgeberechtigten Elternteil des Kindes geschuldet wird. Es legt aber die Kriterien fest, die bei seiner Festsetzung zu berücksichtigen sind:

  • der Bedarf des Kindes;
  • die Situation und die finanziellen Mittel der Eltern;
  • das Vermögen und die Einkünfte des Kindes;
  • die Beteiligung des nicht sorgeberechtigten Elternteils an der Betreuung des Kindes.

 

Im Wallis wurde der Durchschnittsbetrag pro Kind 2010 wie folgt festgelegt:

Alter

Ein Kind  

Zwei Kinder

Drei Kinder

1 - 6 Jahre

 1'500.-

 1'220.-

1'050.- 

 7 - 12 Jahre

 1'350.-

 1'190.-

1'060.-

 13 - 18 Jahre

 1'480.-

 1'309.-

1'170.- 

 

Sobald der Betrag pro Kind festgelegt ist, wird er durch zwei geteilt, womit der Beitrag des nicht sorgeberechtigten Elternteils feststeht.

Diese Methode gilt nur für Durchschnittsgehälter und wird an die jeweiligen Einkommen der Eltern angepasst. Die Richter haben in diesem Bereich einen grossen Handlungsspielraum. 
 

Erziehungsberatung. An wen soll man sich wenden?

Der Schweizerische Verein für Elternbildung CH bietet Eltern, die in ihrer Erzieherrolle auf Schwierigkeiten stossen, verschiedene Unterstützungsmassnahmen an. Die Elternbildung richtet sich an alle Familienformen in den verschiedensten Lebensphasen, wobei die persönlichen, kulturellen, sozialen und sprachlichen Hintergründe berücksichtigt werden.

 

Der Schweizerische Verein für Elternbildung CH bietet Eltern, die in ihrer Erziehungsrolle auf Schwierigkeiten stossen, verschiedene Unterstützungsmassnahmen an. Die Elternbildung richtet sich an alle Familienformen in den verschiedensten Lebensphasen, wobei die persönlichen, kulturellen, sozialen und sprachlichen Hintergründe berücksichtigt werden.



 

Kantonales Amt für Gleichstellung und Familie
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